Demenz: Mehr Lebensqualität mit Musik

Leonhard Fromm

Leonhard Fromm, Jg. 1963, ist freier Journalist in Schorndorf. Der katholische Theologe war viele Jahre Wirtschaftsredakteur diverser Tageszeitungen. Seit 2002 ist der zweifache Vater mit einem Pressebüro selbstständig. www.der-medienberater.de

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2 Antworten

  1. Anja B. sagt:

    Das Gerät sieht ja interessant aus. Könnte mir vorstellen, dass es mit dem Design und den bunten Knöpfen für Demenzkranke wirklich relativ gut zu bedienen ist. Was kostet denn so ein Hörbert? Da ich leider in der engsten Familie einen Demenzfall habe, suche ich immer nach Möglichkeiten, ihn zu unterstützen und den Alltag schöner zu gestalten. Wir haben schon mit der Einrichtung experimentiert (Erinnerungsstücke in seinem Pflegeheimzimmer angebracht etc.). Jetzt möchte ich der Heimleitung diese Idee vostellen: In einem Pilotprojekt in Japan werden Demenzkranke mit kleinen QR-Codes gekennzeichnet. Das kenne ich auch von unserem Patienten, der gerne mal wieder ausbüxt und dann die Orientierung verliert. ich könnte mir vorstellen, dass so etwas auch mit relativ wenig Aufwand bei uns umsetzbar sein müsste. Es braucht nur Menschen mit Ideen und Know-how … und dem Drang, es dann auch zu „machen“, so wie der Softwareentwickler in Ihrem Artikel.

  2. Rainer Brang sagt:

    Hallo Anja,
    vielen Dank für Ihren Kommentar. Ich bin hörberts „Papa“.
    Ein hörbert kostet 239.- EUR (inkl. MwSt. und Versand). Wir haben in Pflegeheimen schon tolle Erfahrungen mit hörberts und Demenzkranken gemacht. Dafür haben wir das Gerät sogar noch weiter vereinfacht und vorne nur noch eine (die gelbe) Taste stehen lassen.
    Das bietet sich vor Allem an, wenn Situationen der Überforderung sonst zu Wutausbrüchen führen könnten.
    Tatsächlich kann die Musik aus der Jugend wieder ein bisschen mehr Kontakt zu Demenzpatienten ermöglichen, das hören wir nicht zum ersten mal. Es ist ähnlich wie mit Ihren Erinnerunsstücken im Zimmer: Das Wecken von Erinnerungen aus dem Langzeitgedächtnis ermöglicht wieder etwas mehr Zugang zu den Personen.
    Wenn Sie einen hörbert bestellen möchten, melden Sie sich bitte vorher per Mail, damit wir über die Anzahl der Tasten sprechen können.

    Die Kennzeichnung mit QR-Codes ist prinzipiell keine schlechte Idee, aber wäre z.B. ein Adressaufnäher auf der hinteren Hosentasche oder in der Jacke nicht ebenso effektiv? Den müsste man dann nicht auch noch erklären wie einen QR-Code. Ich entwickle zwar selbst Software, aber persönlich bin ich immer froh, wenn ich mein Leben nicht einer Software anvertrauen muss.
    In richtig harten Fällen führt nichts um einen „Beacon“ herum, der Ortungsdaten auf einen Server schickt wie die meisten Handys das können. Aber das ist natürlich eine ganz andere Gerätegattung…

    Herzliche Grüße aus der hörbert-Werkstatt,
    Rainer Brang

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