Erstes buddhistisches Pflege-Zentrum in Bad Sarrow ab 2015

Spiritual Care Center ab 2015:

Am 02. Juni 2014 wurde in Bad Sarrow (Oder-Spree) der Grundstein gelegt für Deutschlands erstes Pflege-Wohn-Angebot mit spiritueller buddhistischer Begleitung. Bis Herbst 2015 soll für rund sechs Millionen Euro ein „Spiritual Care Center Deutschland“ entstehen. Das Wohnprojekt und Zentrum für spirituelle Begleitung soll Pflegebedürftige und Kranke aufnehmen, aber auch Menschen in einer Lebenskrise; unabhängig davon, ob sie Buddhisten sind oder nicht. Inspiriert ist das „Spiritual Care Center“ durch die Lehre  des Sogyal Rinpoche. Sogyal Rinpoche ist Autor des spirituellen Klassiker „Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben“. Seit Erstveröffentlichung im Jahr 1992 erreichte das Buch bislang eine Auflage von über 3 Millionen Exemplaren und erschien in 34 Sprachen und in 80 Ländern. Die Pflegenden im Care Center sind alle im Buddhismus verankert. Sie wollen den Angaben zufolge aber niemanden bekehren. Die Finanzierung soll vom Solidargedanken getragen werden: „Jeder gibt, soviel er kann“, lautet die Devise.

39 Appartements im „Zentrum für spirituelle Begleitung“

Als Vorbild für dieses „Zentrum für spirituelle Begleitung“ gilt das Spiritual Care Center Dechen Shying in Irland. Nach eingehender Standortsuche fiel die Wahl auf den traditionsreichen Kurort Bad Saarow, ca. 70 Kilometer südöstlich von Berlin. Auf dem knapp 8000 Quadratmeter großen Wassergrundstück am Karl-Marx-Damm wird ein Gebäudekomplex mit einer Nutzfläche von bis zu 3.500 Quadratmetern gebaut. Geplant wird ein Niedrigenergiehaus „unter Verwendung von natürlichen Materialien und umweltverträglichen Produkten entsprechend anspruchsvoller Normen des ökologischen Bauens und Wohnens“. Sämtliche Räumlichkeiten werden barrierefrei gestaltet. Für die Bewohner der Gemeinschaft sind 23 Apartments zwischen 30 und 60 qm vorgesehen, die jeweils mit Küchenzeile, Bad und teilweise mit eigener Terrasse ausgestattet sind. Hinzu kommen 16 Apartments mit einer Größe von 30 qm, in denen Gäste für eine kürzere oder längere Zeit in Sukhavati wohnen können. Zusätzlich soll es Therapiezimmer geben, welche als Meditations- und Schulungs-Räume dienen sollen. Gemeinschaftsräumlichkeiten , wie eine Cafeteria, Wohnzimmer und Wohnküche, sollen allen Gästen, Verwandten, Pflegern und Mitarbeitern die Möglichkeit zur Begegnung und zum Austausch schaffen. Der Garten hat einen direkten Zugang zum See, in dem im Sommer gebadet und eine Bootstour unternommen werden kann. Finanziert wird das Projekt laut eigenen Angaben aus Spendenmitteln.

Quelle:  carinvest

Bildquelle: https://www.spiritualcare-center.de

Alexander Keller

Ehemaliger Chefredakteur vom Wohnen im Alter Magazin.

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1 Antwort

  1. Maria Abadia sagt:

    Hallo Zusammen,
    ich glaube Spiritualität wird im Alter immer wichtiger, wie sonst könnte es sein, dass Menschen in der Lebensspanne „Alter“ entweder religiös werden, oder sich von der Kirche abwenden. Sie suchen, nach Antworten.
    Die Buddhistische Sichtweise des Lebens und des Todes, bietet im Vergleich zu unserer westlichen Wirtschaft Denken, bereits erklärende Antworten zum Lebenssinn.
    Narzisstisches und Materielles Denken gehört nicht zum Ideal des Buddhismus.
    Der Mensch ist Teil seiner Zeit und das Leben ist auf Vergänglichkeit und Wandel ausgerichtet.
    Was vielen Menschen, ein Loslassen erleichtern kann.
    Trotzdem hat der Biologische Körper seine eigene Zeitstruktur. (So mancher alte Mensch, der sich dem Leben abgewendet hat, legt sich zu Bett und stirbt 2 Jahre und länger, bis der Körper versagt).
    Ob normaler Alterungsprozess oder auch mit körperlicher und demenzieller Erkrankung, es findet immer eine Überarbeitung der Lebensaufgaben und der Erfolge im Leben, statt.
    Dies wird in unserer westlichen Tradition als gegeben hingenommen, ohne einen Blick darauf zu werfen. Geht ja auch nicht, wo sollen wir die Zeit her nehmen?
    Im Buddhistischen Denken, wird das ganze Leben von Anbeginn bis zu seinem Ende wertschätzt.
    Wissen, ich habe mein Leben so gut wie nur möglich mein Bestes gegeben, und sich verzeihen, dass ich nur ein Mensch mit begrenzten Möglichkeiten bin, hilft mir zu wissen, ich gehe und trotzdem habe ich etwas bewirkt. Vielleicht, helfen mir Mediation, klärende Antworten auf meine Lebensfragen sowie Entspannungstechniken meinen Lebensabend bejahend ab zu schließen.
    Und vielleicht nach buddhistischen Glaube, werde ich tatsächlich wieder geboren, wer weiß? Hat schon mal jemand einen wirklichen Beweis mitgebracht?
    Solange ich in Frieden sterben darf, und Hilfe erhalte die meine seelische Zerrissenheit Abhilfe verschafft, macht es doch Sinn!

    Trotzdem, frage ich mich, wie die Kosten aussehen sollen.
    Wenn nur einzelne Wohlhabende sich die Kosten leisten können, sind wir doch letztendlich wieder im Wirtschafts-Leistungssystem angekommen.
    In der Beziehung bin ich sehr skeptisch.

    Maria Abadia
    SeniorenDiensteSolingen & BetreuungsCafé Grünewald
    Solingen

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