Immobilien: Als Altersvorsorge hoch im Kurs

Welche Möglichkeit der Altersvorsorge gilt als besonders sicher? Lautet Ihre Antwort „das Eigenheim“, dann sind Sie in bester Gesellschaft. Denn für das Gros der Deutschen ist das sogenannte „Betongeld“ weit mehr als eine reine Geldanlage, sondern ein Garant dafür, später sorgenfrei in Rente zu gehen. Das belegt eine aktuelle Umfrage von Schwäbisch Hall, die TNS Emnid durchgeführt hat. Ihr zufolge schenken die Deutschen der Immobilie als Altersvorsorge mehr Vertrauen als der gesetzlichen Rente.

Die Deutschen schätzen die Immobilie als Altersvorsorge. (Quelle: Bausparkasse Schwäbisch Hall)

Schutz vor Rentenlücke und Altersarmut

Fakt ist: Aufgrund des sinkenden Rentenniveaus und des demografischen Wandels reicht die gesetzliche Rente selbst bei Durchschnittsverdienern nicht aus, um sich den Sorglos-Wunsch zu erfüllen. Das Spukgespenst, das am Lebensabend lauert, trägt den Namen „Rentenlücke“ und hat die Gefahr einer Altersarmut im Gepäck. Möchten Sie später auf Sozialleistungen nicht angewiesen sein, sollten Sie zwei Regeln beachten:

  • Je länger Sie Erträge sammeln, desto höhere Leistungen gibt es später. Treffen Sie also frühzeitig Entscheidungen für Ihre Altersvorsorge.
  • Prüfen Sie bestehende Altersvorsorgeverträge regelmäßig auf eine eventuell vorhandene Rentenlücke. Falls eine existiert, sollte Ihr persönliches Vorsorge-Portfolio angepasst oder erweitert werden – zum Beispiel um das beliebte Eigenheim.

 

Laufende Kosten für die Immobilie im Blick behalten

Doch was taugt eine Immobilie als Altersvorsorge? Wer das Eigenheim selbst bewohnt, spart schon mal Miete. Angesichts der teils explodierenden Mietpreise eine clevere Sparmaßnahme. Insbesondere in den Ballungszentren und Metropolen boomt der Markt für Wohnimmobilien. Dort dürfen Eigenheimbesitzer mit einer sehr guten Wertsteigerung rechnen. Die Wertentwicklung und die Lage sind somit wichtige Aspekte beim Kauf oder Bau eines Eigenheims, insbesondere in Hinblick auf eine spätere Vermietung oder einen Verkauf. Durch konstante Mieteinnahmen oder den Erlös durch die Veräußerung kann somit auch die Rente aufgestockt werden.

Nicht vergessen: Ein Eigenheim verursacht auch Kosten. Darunter fallen laufende Nebenkosten sowie Ausgaben für die Instandhaltung und bei Immobilien älteren Jahrgangs für die energetische Sanierung. Und dann taucht auf dem Kontoauszug auch noch der monatliche Soll-Posten „Kreditrate“ auf, denn die wenigsten können den Kaufpreis für eine Immobilie aus dem Ärmel schütteln.

Bausparvertrag zur Immobilienfinanzierung

Neben Eigenkapital ist das Bausparen, oft in Kombination mit einem Darlehen, ein wichtiger Pfeiler bei der Eigenheimfinanzierung. Die Vorteile: niedrige Darlehenszinsen, staatliche Förderungsmöglichkeiten, langfristige Planbarkeit und Kalkulation sowie Flexibilität bei den Einzahlungen. Zudem kann das Bausparguthaben nach einer bestimmten Sperrfrist zweckungebunden, genutzt werden, also auch zur Altersvorsorge.

Sich im Dschungel der mehr als 100 verschiedenen Tarife der zahlreichen Bausparkassen zurecht zu finden, ist jedoch nicht einfach. Hilfreich sind unabhängige Bauspar-Vergleichs-Portale im Internet. Wollen Sie den Bausparer zum Finanzieren mit planbaren Kreditzinsen oder zum Erwirtschaften einer Rendite mit den Guthabenzinsen nutzen? Diese Frage sollten Sie vor Vertragsabschluss beantworten können. Gut zu wissen: je niedriger der Darlehenszins, desto länger müssen Sie auf das Darlehen warten und desto schneller müssen Sie das Geld zurückzahlen. Je schneller Sie das Geld benötigen, desto höher fällt die Rückzahlungsrate aus.

Fazit: Ein Bausparvertrag ist eine attraktive Finanzierungsmöglichkeit für Ihre Immobilie als Altersvorsorge, vor allem, wenn Sie über viele Jahre hinweg ansparen können. Ebenso stellt ein Bausparvertrag eine solide Anlagemöglichkeit dar: Denn die zu Vertragsbeginn festgelegten Guthaben- und Bauzinsen sind über die gesamte Laufzeit „in Beton gegossen“.

Gastautor

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