Parkinson: Symptone frühzeitig erkennen

Das Parkinsonsyndrom, auch Morbus Parkinson oder parkinsonsche Krankheit genannt, ist eine Erkrankung des Gehirns, die sich durch Störungen der Bewegungssteuerung bemerkbar macht. Besonders anfällig für diese Erkrankung sind Menschen ab dem 60. Lebensjahr. Darüber hinaus besteht ein erhöhtes Risiko für Menschen aus Familien mit gehäuftem Auftreten der Krankheit. Das Parkinsonsyndrom kann als erbliche Form weitergegeben werden. Ist dies der Fall, spricht man vom familiären Parkinsonsyndrom.

Ursachen der Krankheit

Die Ursachen der parkinsonschen Krankheit liegen im schleichenden Verlust der Dopamin produzierenden Nervenzellen des Gehirns. Dopamin wird in einer bestimmten Region im Mittelhirn gebildet. Da diese Region allerdings im Verlauf der Erkrankung zunehmend zerstört wird, kann das Gehirn den dringend benötigten Botenstoff Dopamin letztlich nicht mehr in ausreichenden Mengen produzieren, was Ausfälle und Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit nach sich zieht. Sobald mehr als 50 Prozent der Dopamin bildenden Nervenzellen zerstört sind, ist die Fehlsteuerung der körperlichen Bewegungen nicht mehr zu übersehen.

Früherkennung, Symptome und Verlauf der Erkrankung

Wichtiges Kennzeichen für die Früherkennung ist das schleichend beginnende Ruhezittern, das später in allgemeines Zittern der Hände übergeht. Dieses Zittern wird in der Neurologie als Tremor bezeichnet. Ein gestörtes Riechvermögen gilt ebenfalls als Warnzeichen einer Parkinsonerkrankung. Gleiches gilt für verschiedene Schlafstörungen und Depressionen.
Zu den drei Hauptsymptomen der Erkrankung selbst gehören neben dem Tremor auch Rigor (Muskelsteifheit) und Akinese (Unterbeweglichkeit). Die Akinese betrifft die quergestreifte Muskulatur, die für alle willkürlichen und unwillkürlichen Muskelbewegungen verantwortlich ist. Sie wird in Bradykinese und Hypokinese unterteilt. Beide Symptomgruppen gelten als die größten Beeinträchtigungen, die mit Morbus Parkinson einhergehen.
In der Neurologie umschreibt die Bradykinese eine Bewegungsstörung, die mit Verlangsamung aller Bewegungsabläufe einhergeht. Die Hypokinese hingegen zeigt sich dadurch, dass Bewegungsabläufe schwächer ausgeprägt sind als beim Gesunden. Auch werden Bewegungen insgesamt seltener. Diese Bewegungsstörung fängt zumeist auf einer Körperhälfte an und greift erst nach längerer Zeit auf die zweite Hälfte über.

Im Einzelnen zeigt sich die Bradykinese durch folgende Hauptsymptome:

  • reduzierte Mimik und Gestik
  • eingeschränktes Mitschwingen der Arme beim Gehen
  • monotone, heisere, flüsternde Stimme
  • verstärkter Speichelfluss durch selteneres Schlucken
  • verminderte Feinmotorik der Hände
  • Nachziehen eines Beines
  • Gleichgewichtsstörungen

Therapiemöglichkeiten

Die Behandlungsmöglichkeiten bestehen hauptsächlich aus medikamentöser und physikalischer Therapie. Wirksame Medikamente sind beispielsweise MAO Hemmer (Monoaminoxidase Hemmer) wie Rasagilin oder Selegilin, die den Dopaminabbau verhindern. Zudem gehört auch Apomorphin zu den eingesetzten Medikamenten. Apomorphin findet überwiegend in der Spätphase Verwendung. Mit der medikamentösen Therapie können die Symptome wie Tremor und Ruhezittern lange unter Kontrolle gehalten werden. Die Früherkennung begünstigt den Therapieerfolg, eine Heilungsmöglichkeit besteht jedoch nicht.

Mehr Informationen zu Parkinson: Deutsche Parkinson Vereinigung e.V.

Alexander Keller

Ehemaliger Chefredakteur vom Wohnen im Alter Magazin.

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1 Antwort

  1. 25. Oktober 2013

    […] Parkinson ist eine Form der Demenz, bei der die dopaminhaltigen Zellen im Gehirn absterben. Meist trifft es […]

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