Rollatoren im Test 2014: Besser nicht auf Rezept

Rollatoren bieten älteren und kranken Menschen mehr Sicherheit und Freiheit im Alltag. Doch viele Modelle sind sperrig und lassen sich schlecht zusammenklappen, hat die Stiftung Warentest herausgefunden. Das sind oft die, die es auf Rezept gibt. Wer mehr Komfort haben möchte, für den lohnt es sich etwas mehr Geld für den Rollator auszugeben. Wer einen guten Rollator will, muss häufig draufzahlen. Die Stiftung Warentest hat 15 Rollatoren getestet, vom Standardmodell für 70 Euro bis zum Premiummodell für 400 Euro. Davon lassen sich zehn modern und unkompliziert längs falten. Die übrigen fünf bedienen sich noch der veralteten Falttechnik und klappen quer zur Fahrtrichtung zusammen. Je sieben Rollatoren schnitten gut oder befriedigend ab, einer war nur ausreichend. Besonders die Modelle, die von der Krankenkasse auf Rezept finanziert werden, sind meist sperrig und lassen sich schlecht für den Transport zusammenklappen.

Rollator Testergebnis

Das Testergebnis: Gut schnitten vor allem die Längsfaltermodelle ab. Sie erhielten siebenmal die Note «gut», dreimal die Note «befriedigend». Von den Querfaltern waren vier «befriedigend», ein Modell nur «ausreichend». Bemängelt wurde bei einigen Modellen außerdem der Bremsmechanismus: Nicht immer konnten die Senioren den Bremshebel vom Handgriff aus leicht erreichen. Bei anderen Gehhilfen schlug ihnen der Bremshebel auf die Hände, sobald sie die Feststellbremse lösten. Ältere sollten daher vor dem Kauf eines Rollators unbedingt ausprobieren, wie gut sie mit der Bremse umgehen können.

Tipps für den Umgang mit Rollatoren

Richtige Höhe: Der Rollator sollte so eingestellt sein, dass Sie in einem aufrechten Gang gehen und nicht eine gebückte Haltung einnehmen. Die Handgriffe sollten auf Höhe der Handgelenke sein. Bei vielen Rollatoren kann die richtige Höhe markiert werden (Memory Funktion.

Hindernisse: Hindernisse überwinden sie am besten indem Sie schräg an das Hinderniss heranfahren und dann mit einem Rad nach dem anderen über das Hinderniss fahren. Verschiedene Rollatoren verfügen über eine Ankipphilfe. Durch einen Tritt an der Rückseite können so Hindernisse leichter überwunden werden.

Fahren im Bus. Schnallen Sie den Rollator an im Bus am Besten an und setzen Sie sich auf einen richtigen Platz. Auch wenn der Rollator über gute Bremsen verfügt, ist ein Rollator keine sichere Sitzgelgenheit.

Quelle: (dpa + Stiftung Warentest)

Alexander Keller

Ehemaliger Chefredakteur vom Wohnen im Alter Magazin.

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