Nie zu alt zum Lernen: Das neue Semester hat begonnen

Studieren im Alter

Das neue Semester hat für mehr als 2,5 Millionen Studenten in Deutschland begonnen. Studenten gibt es aber nicht nur junge. Immer wieder trifft man im Seminarraum deutlich ältere Kommilitonen, die auch wissbegierig sind. Laut Akademischem Verein der Senioren in Deutschland (AVDS) waren im Wintersemester 2010 / 2011 58.000 Menschen für ein Seniorenstudium eingeschrieben – mit steigender Tendenz.

Studienarten für Senioren

Das klassische Seniorenstudium endet nicht mit einem qualifizierten, staatlich anerkannten Abschluss. Im Mittelpunkt stehen das Interesse am Fachwissen und die Lust aufs Lernen. Das Seniorenstudium ist nicht auf Prüfungen ausgerichtet, so dass unnötiger Stress vermieden wird – ein echter Vorteil für die Seniorinnen und Senioren, die so ohne Druck lernen können.

Eine andere Form des Senioren-Studiums ist das Gasthörerstudium. Es wird vor allem dort für Senioren sinnvoll, wo kein Seniorenstudium angeboten wird. Bei dieser Form des Studiums kann man meistens die Vorlesungen und Seminare verschiedener Fächer verbinden. Die Studiengebühren schwanken je nach Universität zwischen ca. 40 und 300 Euro pro Semester.

Das Zertifikatsstudium ist eine besondere Art des Studiums für ältere Menschen. Derzeit wird diese Form an elf Universitäten in Deutschland angeboten. Um das Abschlusszertifikat zu bekommen, ist meistens notwendig, eine Hausarbeit oder Klausur zu schreiben.

Auch ein Fernstudium ist für Seniorinnen und Senioren denkbar. Der Teilnehmer kann sich seine Lernzeiten selbst aussuchen, da alle Lernmaterialien auf dem Onlinecampus per Internet zugänglich sind.

Für ein traditionelles Studium mit einem anerkannten Bachelor-/ Masterabschluss oder mit dem Ziel, ein Diplom oder Magister zu erhalten, ist wie üblich der Schulabschluss Abitur Voraussetzung. Verlangt werden während des Studiums jedoch die gleichen Leistungen, die auch ein junger Student erbringen muss.

In ganz Deutschland findet man

ein breites Spektrum an Studienarten und verschiedenen Fachrichtungen für Senioren. Am besten ist es, sich vor dem Einschreiben an der jeweiligen Universität beraten zu lassen. Entscheidend ist für alle Studenten die Frage: Was interessiert mich am meisten? Danach kann man noch eine Ringvorlesung verschiedener Professoren besuchen und sich einschreiben. Hauptsache: Es macht Spaß!

Gastautor

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