Senioren kämpfen für ihr Zuhause

Luxuswohnungen statt Seniorenwohnhaus?

Christa Kaes, ist 84 Jahre alt und wohnt mit rund 30 Seniorinnen und Senioren in Berlin am Hansa-Ufer 5. Doch seit dem Kauf des Seniorenwohnhauses durch einen privaten Investor droht den Senioren die Vertreibung. Denn der neue Eigentümer will Luxus-Penthäuser auf dem bestehenden Gelände bauen. Seit über einem Jahr kämpfen die Senioren gegen dieses Projekt. Frau Kaes hat dazu eine Petition auf Change.org gestartet. Das Haus wurde in den siebziger Jahren speziell als Wohnhaus für Senioren gebaut: kleine 1- Zimmer-Küche-Bad-Wohnungen mit einem Gemeinschaftsraum für Zusammenkünfte der Bewohner des Hauses. In den Mietverträgen, die bis Ende 2007 noch mit dem Bezirksamt Berlin geschlossen wurden, wurde uns ausdrücklich zugesichert, in einem sozial geförderten Seniorenhaus zu wohnen, dessen Miete ihren Möglichkeiten als RentnerInnen angepasst ist.

Pläne der AKELIUS GmbH

2008 wurde das Haus an das schwedischstämmige Immobilienunternehmen AKELIUS GmbH verkauft. Im Vertrag wurden keine Schutzklauseln für die SeniorInnen aufgenommen, obwohl genau dies den MieterInnen in einem Schreiben vom Sozialamt ausdrücklich zugesichert worden war. Die AKELIUS GmbH hat die Wohnungen seither überwiegend an jüngere Menschen vermietet. Dennoch besteht die Mieterschaft der 62 Wohneinheiten noch immer fast zur Hälfte aus SeniorInnen: knapp 30 der MieterInnen sind im Alter zwischen 75 und 97, die z.T. seit mehr als 20 Jahren im Haus wohnen. Durch die „energetische Modernisierung“, die AKELIUS jetzt plant, ist das alles wieder in Gefahr. Laut einem Schreiben sollen die Mieten danach um bis zu 60% erhöht werden. Um dieses zu verhindern, brauchen die Senioren Ihre Unterstützung! Wenn 150.000 Unterschriften zusammenkommen, können diese Druck auf die Berliner Politik und das Immobilienunternehmen verstärken:

Zur Petition auf Change.org

Alexander Keller

Ehemaliger Chefredakteur vom Wohnen im Alter Magazin.

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