Senioren-WG gründen: Rechtliche Grundlagen, Förderung und Tipps

Eine Wohngemeinschaft ist nicht nur etwas für Studenten, auch Senioren können eine WG gründen. Dadurch leben diese selbstständig mit Gleichaltrigen zusammen und sind weniger einsam. Im Unterschied zu anderen Wohnangeboten sind die Bewohner aktiv daran beteiligt, ihren Alltag und ihr Zuhause zu organisieren. Der größte Vorteil ist, dass sich die Bewohner gegenseitig helfen . Viele schätzen auch den sozialen Kontakt mit Gleichgesinnten.

Tipps und Voraussetzungen:

Natürlich ist bei einer Gründung die Suche nach interessierten Mitbewohnern unabdingbar. Falls sich die Interessenten nicht kennen, helfen Anzeigen in Zeitungen oder Internet neue Mitbewohner zu finden. Auch durch Aushänge in lokalen Seniorentreffs ist die Suche nach Mitbewohnern möglich. Außerdem kann es hilfreich sein, bei ambulanten Pflegediensten oder städtischen Vereinen nachzufragen. Diese unterstützen alternative Wohnformen oftmals. Bei der Wohnungssuche ist es wichtig, dass die Räumlichkeiten seniorengerecht, barrierefrei und groß genug für die Bewohner sind. Größere Wohnungen sind meist günstiger als kleinere, weshalb eine größere Wohngemeinschaft auch finanzielle Vorteile bietet. Es ist möglich einen ambulanten Pflegedienst einzustellen, wenn pflege- und hilfebedürftige Menschen in der Wg leben.

Rechtliche Grundlagen:

Alten- und Pflegeheime unterliegen in Deutschland dem Heimgesetz. Senioren-Wgs betrifft dies nur unter bestimmten Umständen. Es ist abhängig von der Stärke der Betreuung der Bewohner. Eine Vollversorgung entspricht den Leistungen eines Pflegeheims. Die Zuordnung einer Wohngemeinschaft zum Heimgesetz ist allerdings nicht einheitlich festgelegt und kann von Bundesland zu Bundesland variieren. Die Bewohner sollten bei Mietswohnungen und Mietshäuser zuerst den Mietvertrag klären. Wichtig ist die Regelung über das Ausscheiden eines Bewohners aus dem Mietvertrag.

Förderung einer Senioren-WG:

Es gibt verschiedene Förderungsmöglichkeiten für Senioren-Wgs. Bei einem notwendigen Umbau zu einer altersgerechten Wohnung stehen den Bewohnern ambulanter Wohngruppen nach dem Pflege-Neuausrichtungsgesetz bis zu 10.000 Euro zur Verfügung. Eine weitere Förderungsmöglichkeit ist die gemeinsame Inanspruchnahme eines ambulanten Pflegedienstes. Bei Bezug von Pflegegeld oder Pflegesachleistungen von der Pflegeversicherung erhalten die Bewohner zusätzlich eine Pauschale von 200 Euro.

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Ratgeber moderne Wohnformen für Senioren

Vanessa Graziano

Redakteurin bei wohnen-im-alter.de

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