Wohnen für Hilfe – Jung und Alt unter einem Dach

Laura Carolin Freitag

Laura Carolin Freitag - Redakteurin bei Wohnen-im-Alter.de Mitglied und Vorstandsmitglied United Nations Initiative Karlsruhe e.V. Themengebiete: Wohnformen im Alter, Pflege-Politik

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2 Antworten

  1. Kolb sagt:

    Die Idee finde ich gut, aber wenn man ein Haus in einem kleinen Dorf 20 Km sÖ Münchens hat mit schlechter Verkehrsanbindung?

  2. Karin sagt:

    Vor diesem Modell ist nur zu warnen.

    Rechtlich handelt es sich um einen Mietvertrag UND um einen Arbeitsvertrag. Mit allen daraus folgenden Rechten und Pflichten.

    Heißt für den Mietvertrag: Wohnraum gegen Mietzahlung.
    und für den Arbeitsvertrag: Arbeitsleistung gegen auszuzahlendes Entgelt plus Sozialabgaben und Steuern.

    Bei Ihrem Vorschlag ergibt sich aus den beiden Vertragsarten:

    Wohnraum gegen Arbeitsleistung
    UND Aufrechnung von fiktiver Mietzahlung gegen fiktives Entgelt, ABER: plus realer Soz.-abgaben und Lohnsteuer.

    D.h.: der Senior zahlt bei Ihrer Rechnung drauf, wenn er nicht die Abgaben fürs Arbeitsverhältnis berücksichtigt. Und da kommt er nicht drumherum.

    Was aber noch problematischer ist: wenn es nicht klappt mit dem Zusammenwohnen, dann müssen zwei Verträge gekündigt werden.
    Und was ist, wenn der „Junior“ seinerseits nur den Arbeitsvertrag kündigt, aber wohnen bleibt oder nicht „leisten“ kann, weil krank, oder keine Zeit.
    Was ist, wenn der Junior meint, das gemeinsame Kaffeetrinken oder der Spieleabend sei Arbeitsleistung, der Senior aber dies als freundschaftliches Miteinander betrachtet?

    Dem Arbeitnehmer steht Urlaub zu = während der Zeit wohnt er aber weiter = keine Arbeitsleistung, aber weiterhin Sozialabgaben, Steuerzahlung.

    Ist der Arbeitnehmer krank, tritt ggf. die Lohnfortzahlungspflicht ein.

    Wenn der Arbeitslohn 450 Euro übersteigt (beim derzeitigen Mindestlohn ist das je nach Wohnungsgröße schnell passiert), dann
    muss der Arbeitgeber auch noch Beiträge an die Berufsgenossenschaft entrichten.

    Fragen über Fragen und Probleme über Probleme, die gerade ein alter Mensch nicht mehr locker und gelassen stemmen kann.

    Bitte verführen Sie die Menschen nicht in solche unsinnigen Modelle,
    ohne die Rechtsfolgen und menschlichen Konsequenzen aufzuzeigen.

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